Bedarfsanalys 2008

 
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 Analyse des Beratungsbedarfs

Analyse des Beratungsbedarfs zur Erweiterung der Arbeitsschwerpunkte der Schulpsychologischen Beratungsstelle des Kreises Warendorf, November 2008

  • Vorbemerkung
  • Analyse der Anmeldungen
  • Auswertung der Bedarfserhebung an Schulen
  • Weiterentwicklung der Aufgabenschwerpunkte
  
 Vorbemerkung

„Schulpsychologie unterstützt die Schulen, die Lehrerinnen und Lehrer sowie in den Schulen tätige pädagogische Fachkräfte bei der Erfüllung ihres Bildungs- und Erziehungsauftrags, sowie die Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern bei Schulproblemen und Erziehungsfragen mit den Erkenntnissen und Methoden der Psychologie. Sie richtet sich mit ihren Angeboten im Grundsatz an alle Schulen und Schulformen einschließlich der Ersatzschulen.“

Der Erlass beschreibt ein breites Specktrum schulpsychologischer Aufgaben. Bei dem derzeitigen Versorgungsschlüssel kann die Schulpsychologische Beratungsstelle nicht alle Aufgaben der Schulpsychologie abdecken. Daher sieht die Vereinbarung zwischen dem Land NRW und dem Kreis Warendorf vor, dass eine „an den örtlichen Bedarfen orientierte Schwerpunktbildung und Konkretisierung“ vorgenommen werden soll.
Um die erweiterten Arbeitsschwerpunkte auf den örtlichen Bedarf im Kreis abstimmen zu können, wurden
  • die Anmeldungen zur Beratung in der Schulpsychologischen Beratungsstelle der vergangenen zwei Jahre analysiert und
  • alle Schulen des Kreises zu ihrem individuellen Bedarf im Zusammenhang mit Schulberatung schriftlich befragt.

In den folgenden Kapiteln wird zunächst der Beratungsbedarf der letzen beiden Jahre und die Auswertung der Befragung der Schulen dargestellt.

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 Analyse der Anmeldungen

Im Jahr 2007 wurden 124 Schüler zur Beratung angemeldet. Im Jahr 2008 waren es bis zum Oktober 123 Schüler. Bei diesen Anmeldungen handelt es sich um einzelne Kinder, die von ihren Eltern angemeldet wurden. Diese haben sich entweder direkt mit der Schulpsychologischen Beratungsstelle in Verbindung gesetzt, oder die Schule (zumeist der Klassenlehrer) hat den Eltern empfohlen, sich mit ihrem Anliegen an die Schulpsychologische Beratungsstelle zu wenden.

Diagramm 1: Es werden die eingegangenen Anmeldungen (in absoluten Zahlen) nach Kategorien sortiert dargestellt. Die Anzahl der Anmeldungen von 2007 und 2008 (bis einschließlich Oktober) werden gegenüber gestellt.

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 Auswertung der Bedarfserhebung an Schulen

Um zu einer Einschätzung des derzeitigen Beratungsbedarfes der Schulen im Kreis Warendorf zu kommen, wurden alle 121 Schulen des Kreises angeschrieben und nach ihrem Beratungsbedarf befragt. Von den 121 Schulen haben insgesamt 106 Schulen, d. h. 88 % aller angeschriebenen Schulen den Bogen zur Bedarfabfrage ausgefüllt zurück gesendet.

Die Beratungsanliegen der Schulen können in zwei große Gruppen unterteilt werden: personanbezogene und systembezogene Beratungsanliegen.  

n    Sonstiger Informationsbedarf
n    Psycho-emotionale Schwierigkeiten
n    Schulprogramm
n    Sonstige Unterstützung einzelner Schüler
n    Supervision und Kooperation
n    Funktionsbeeinträchtigungen
n    Soziale Kompetenz
n    Individuelle Förderung

Diagramm 5: Die gestapelten Säulen vergleichen die absoluten Zahlen der schulbezogenen und schülerbezogenen Beratungsanliegen und stellen gleichzeitig die einzelnen Kategorien in absoluten Zahlen dar.

Die schülerbezogenen und die schulbezogenen Beratungsanliegen stellen etwa zu gleich großen Teilen den gesamten Beratungsbedarf der Schulen dar. Bei den schülerbezogenen Beratungsanliegen wird von den Schulen der größte Bedarf bei der individuellen Förderung gesehen. Bei den schulbezogenen Beratungsanliegen wird am häufigsten eine Unterstützung bei der Förderung der  sozialen Kompetenz gewünscht.

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 Bedarfsrückmeldungen der verschiedenen Schulformen

Die Bandbreite der Beratungsanliegen ist bei den einzelnen Schulformen sehr unterschiedlich:

n    Psycho-emotionale Schwierigkeiten
n    Sonstiger Informationsbedarf
n    Sonstige Unterstützung einzelner Schüler
n    Schulprogramm
n    Funktionsbeeinträchtigungen
n    Supervision und Kooperation
n    Individuelle Förderung
n    Soziale Kompetenz
Diagramm 6: Die gestapelten Balken vergleichen die Prozentanteile der einzelnen Kategorien des Bedarfs mit dem gesamten Bedarf der jeweiligen Schulform.
  
 Krisenintervention

Das Thema Krisenintervention soll nach der Vereinbarung zwischen dem Land NRW und dem Kreis Warendorf ein Schwerpunkt der Schulpsychologischen Beratungsstelle sein.

Zum Themenbereich der Krisenintervention wurde an allen Schulen des Kreises erfragt, ob die Schulen sich Unterstützung zu diesem Thema wünschen. Im Folgenden Diagramm wird dargestellt, wie groß der Bedarf nach Unterstützung der einzelnen Schulformen ist.

Diagramm 13: Das Balkendiagramm stellt den angegebenen Unterstützungsbedarf der jeweiligen Schulformen im Vergleich zu der Gesamtzahl der Rückmeldungen dar.

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 Weiterentwicklung der Aufgabenschwerpunkte

der Schulpsychologischen Beratungsstelle des Kreises Warendorf

Bei der Weiterentwicklung der Arbeitsschwerpunkte der Schulpsychologischen Beratungsstelle müssen einerseits die personellen Ressourcen und andererseits die verschiedenen Bedarfe der Schulen berücksichtigt werden.

Die Aufgabenverteilung bezogen auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Beratungsstelle erfolgen nicht regional oder schulbezogen sondern thematisch.

Für die Weiterentwicklung der Arbeitsschwerpunkte ergeben sich folgende thematische Schwerpunktsetzungen:

1.      Weiterentwicklung von Schule und Unterricht

2.      Individuelle Förderung

3.      Aufbau sozialer Kompetenz

4.      Krisenintervention

5.      Kooperation und Öffentlichkeit

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